Schnupfen
Es gibt über 200 verschiedene Arten von Schnupfenviren. In die Nase holen Sie sich die Erreger über eine sogenannte Tröpfcheninfektion. Denn immer wenn ein Kranker hustet, niest oder spricht, versprüht er die Erreger. Und jeder, der vorübergeht, atmet sie ein. Oder ein Schnupfenpatient reicht sie sozusagen von "Hand zu Hand" weiter. Deshalb sollten Sie in Erkältungszeiten nach Möglichkeit größere Menschenansammlungen meiden und sich gegebenenfalls sofort die Hände waschen, wenn Sie einer erkälteten Person die Hand gereicht haben.
Normalerweise wird unsere Nasenschleimhaut mit einem Angreifer leicht fertig. Ist die Abwehrbastion in der Nase jedoch geschwächt, können die Erreger durch die Schleimhaut dringen, sich einnisten und vermehren. Die Folge: Das empfindliche Gewebe entzündet sich, und die Nase beginnt zu laufen. Weil die Nasenschleimhaut anschwillt, fällt das Atmen schwer. Gesellen sich schließlich Bakterien zu den Schnupfenviren, verfärbt sich der anfangs wässrig klare Schleim grünlich gelb. Zuletzt wandern die Schädlinge in die Nasennebenhöhlen und entfachen dort eine lästige und häufig recht langwierige Entzündung.
Hilfe aus der Apotheke
Nasentropfen oder Nasensprays, die die Schleimhaut abschwellen und verhindern, dass sie zu viel Schleim produziert, lassen Patienten mit einer verstopften Nase wieder richtig durchatmen. Es gibt heute Arzneimittel, die fünf bis sechs Stunden lang wirken. Sie brauchen die Präparate also nur zweimal täglich zu verwenden. Putzen Sie sich vor jeder Anwendung die Nase. Gerade zu Beginn eines Schnupfens kann es sinnvoll sein, ungefähr fünf Minuten später die Nase nochmals zu schnäuzen und dann das Präparat erneut einzusprühen. So gewährleisten Sie, dass die Wirkstoffe auch wirklich im oberen Nasenbereich, wo der Schupfen sitzt, ankommen. Verwenden Sie Tropfen oder Spray aber nicht länger als fünf Tage, da andernfalls die Nasenschleimhaut austrocknet. Außerdem schädigen Menschen, die die Schnupfenmittel ständig anwenden, irgendwann ihre Nasenschleimhaut unwiderruflich.
In der letzten Phase des abklingenden Schnupfens verdickt sich das Sekret zunehmend. Abschwellende Medikamente sind dann fehl am Platz. Hier helfen beispielsweise Inhalationen mit ätherischen Ölen oder Nasensprays mit natürlichen Salzen, die das Sekret verflüssigen.
Da sich die Nasenausgänge und der Bereich der Oberlippe bei länger anhaltendem Schnupfen oft entzünden, empfiehlt es sich, die betroffenen Hautpartien mehrmals täglich mit einer fetten Heilsalbe oder -creme zu pflegen, die heilungsfördernde Zusätze oder natürliche Salze enthält.
Wenn Sie nach dem Schnupfen das Gefühl haben, dass Ihre Nasenschleimhäute trocken sind, können Sie ein bis zwei Tropfen Olivenöl mit einem sauberen Finger gut in der Nasenmuschel verteilen. Oder Sie verwenden fertige Nasenöle und Nasensalben mit Vitamin A, Vitamin E, Salzen, Zucker, Honig oder ätherischen Ölen. Auch Emser Salz und Meerwasser eignen sich, die trockene Nasenschleimhaut anzufeuchten. Dem Meerwasser zugesetztes Dexpanthenol oder Kamillenextrakt pflegt sie zusätzlich.
Besonders hilfreich: Inhalationen
Kamillendampfbäder und Einreibungen oder Bäder mit ätherischen Ölen erleichtern das Atmen, weil zähes Sekret besser abfließt.
Zum Inhalieren besorgen Sie sich am besten ein Inhalations-Tischgerät. Den meisten Geräten liegt sogar eine fertige Lösung bei. Ein professionelles Inhalationsgerät zeichnet sich gegenüber der wackeligen Schüssel mit dem Tuch über dem Kopf durch einige Vorteile aus:
Es ist standfest.
Die Wassertemperatur bleibt für die Dauer der Inhalation (10 bis 15 Minuten) konstant.
Die Augen werden nicht unnötig durch das ätherische Öl gereizt, da die Maske nur Nase und Mund umschließt.
Es gibt Masken in verschiedenen Größen, sodass auch Kinder inhalieren können.
Fragen Sie uns, wir informieren Sie gerne ausführlich.
Wenn Sie das ganze Jahr unter einem Dauerschnupfen leiden, häufig niesen und sich Ihre Augen ständig röten und jucken, leiden Sie vermutlich unter einer Allergie gegen Tierhaare oder Hausstaub. Am besten, Sie wenden sich an Ihren Arzt. Gegebenenfalls kann er Sie gezielt behandeln.
Fragen Sie uns - Wir beraten Sie gerne!
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