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Heilpflanze des Monats
April

Löwenzahn

    

Lat.: Taraxacum officinale Wiggers agg. Fam. Asteraceae – Korbblütler

Herkunft: Der Löwenzahn ist ein Kosmopolit, er gedeiht auf Fettwiesen, Weiden, Ackerrändern, Schuttplätze und kommt bis ins Gebirge. Bekannt und beliebt ist er bei Kindern als „Pusteblume“.

Verwendet wird das Kraut mit der Wurzel des Löwenzahns.

Inhaltsstoffe: Bitterstoffe, Flavonoide, Cumarine, Phytosterole, Inulin (ca. 2% im Frühjahr bis zum Herbst ca. 40%), sehr hoher Gehalt an Kaliumsalzen.

Wirkungen: steigert die Sekretion der Verdauungsdrüsen, d.h. die Verdauungstätigkeit wird angeregt, alle Organe wie Bauchspeicheldrüse, Leber und Galle werden gestärkt und die Produktion der spezifischen Flüssigkeiten angehoben. Als Entwässerungsmittel, zur Vorbeugung bei Leberschäden, Gallenerkrankungen und bei dyspeptischen Beschwerden wird der Löwenzahn gerne angewendet. In der Volksmedizin wird der Löwenzahn als Blutreinigungsmittel und mildes Abführmittel verwendet; auch bei Erkrankungen des rheumat. Formenkreises und Hauterkrankungen ist er beliebt. Im Frühjahr kann man Löwenzahn als Gemüse oder Salat essen, im Herbst aus den Wurzeln Kaffee-Ersatz machen. Auch für Tiere ist er ein gesundes Frischfutter (Nagetiere wie Hasen oder Hamster; Hunde und Katzen)

Warnhinweis: Bei Allergien gegen Korbblütler bitte nicht anwenden!

 

      Annette Heilmann, Heilpraktikerin und Bach Blüten- Therapeutin  

 
 
 

 

 

 

 

 

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TIPP

Insektenstiche
 
Warum blutsaugende Insekten manche Menschen "lieben", andere dagegen "verschmähen", wissen wir nicht. Hat eine Mücke, Bremse oder ein Moskito zugestochen, bilden sich an der Einstichstelle rote, juckende Quaddeln. Der betroffene Hautbereich entzündet sich, schwillt an, juckt und schmerzt manchmal. Gefahr besteht bei Stichen durch blutsaugende Insekten in unseren Breiten nur, wenn sich der Stich entzündet, weil man daran herumkratzt. Meistens sind Insektenstiche aber harmlos, und die Symptome klingen bald wieder ab.
Weit unangenehmer sind Stiche von Bienen, Wespen und Hornissen, die den Stachel zur Selbstverteidigung einsetzen. Diese Stiche sind nicht nur sehr schmerzhaft. Bei Allergikern oder wenn es die Mund- oder Rachenschleimhaut erwischt, können die Stiche lebensgefährlich werden.  

So helfen Sie sich selbst
Kühlen Sie die Stichstelle, zum Beispiel mit einer Kühlkompresse aus der Apotheke. Oder Sie machen Umschläge mit essigsaurer Tonerde. Auch kaltes Wasser, dem Sie einen Schuss Essig zusetzen können, oder Tücher, die Sie mit verdünntem Alkohol tränken, lindern die Schwellung, den Schmerz und den Juckreiz. Gut wirken außerdem spezielle Gele, Lotionen oder Stifte, die Sie bei uns erhalten.
Bienenstiche sind ein Sonderfall: Falls der Bienenstachel noch in der Haut steckt, entfernen Sie ihn behutsam mit einer Pinzette. Vermeiden Sie aber unbedingt, ihn abzubrechen oder die daran hängende Giftdrüse auszudrücken. Jetzt müssen Sie die Einstichstelle mit verdünntem Alkohol oder einem Fertigpräparat, z.B. mit PVP-Iod, desinfizieren.

Wann zum Arzt?
wenn ein Säugling oder ein Kleinkind gestochen wurde
wenn Sie gleich mehrfach von Bienen oder Wespen gestochen wurden oder es in der Folge zu heftigen Haut- und Allgemeinreaktionen kommt
wenn sich die Einstichstelle im Kopfbereich befindet, vor allem im Mund oder Rachen

Wenn Sie auf Insektenstiche allergisch reagieren
Manchmal entwickeln Menschen bereits nach dem ersten Stich eine Allergie gegen Insektengifte, ohne es zu ahnen. Das ist deshalb so gefährlich, weil der nächste Insektenstich schlimmstenfalls einen lebensbedrohlichen anaphylaktischen Schock hervorruft. Diese schwere allergische Reaktion geht mit Atemnot, Schweißausbrüchen, innerer Unruhe, Übelkeit, Erbrechen, Kreislaufschwäche, Schwindel, raschem Puls und schließlich Bewusstlosigkeit einher. Achtung: Diese Symptome treten innerhalb weniger Sekunden bis Minuten nach einem Stich auf. Rufen Sie sofort den Notarzt!

Wenn eine solche Allergie bekannt ist, sollte der Betroffene stets seine Notfallapotheke bei sich tragen. Sie enthält die vom Arzt als notwendig angesehenen Präparate, unter anderem ein Adrenalinspray, wasserlösliche Cortisontabletten sowie Stoffe, die das allergieauslösende Hormon Histamin blockieren, sogenannte Antihistaminika. Der Arzt informiert Sie auch ganz genau, was im Notfall zu geschehen hat. Aber nicht nur der Betroffene selbst, sondern auch Familienmitglieder, Freunde und Arbeitskollegen sollten über den richtigen Einsatz der Notfallmedikamente Bescheid wissen.

Bei den meisten Insektenallergikern hilft eine spezifische Immuntherapie, die auch als Hyposensibilisierung bezeichnet wird. Hier spritzt Ihnen der Arzt über eine längere Zeit hinweg stark verdünntes Insektengift in den Arm. Die Dosis steigt im Laufe der Behandlung langsam an. Wegen der möglichen Schockgefahr wird eine Hyposensibilisierung im Krankenhaus begonnen. Bleibt der Patient stabil, setzt sie ein erfahrener niedergelassener Arzt fort.

Verhaltensregeln, damit Sie gar nicht erst gestochen werden
Mit einem Moskitonetz hält man sich auch in unseren Breiten ganz einfach und ohne Nebenwirkungen nächtliche Blutsauger vom Leib. Ebenfalls nützlich sind vor den Fenstern angebrachte Fliegengitter. Sie lassen die Schmarotzer weder tagsüber noch nachts passieren.
Helle Kleidungsstücke ziehen Mücken und auch Zecken weniger an.
Während Sie sich im Freien aufhalten, wehren sogenannte Repellents, die Sie auf die nackte Haut auftragen, die kleinen Ungetüme ab. Sie schützen sechs bis acht Stunden lang vor Mücken. Vor einem Angriff durch Wespen können sie Sie allerdings nicht bewahren. Tagsüber brauchen Sie meistens keine Repellents. Denn erst gegen Einbruch der Dunkelheit starten Mücken ihre Attacken.
Bei Menschen, die stark schwitzen, lassen Repellents manchmal früher nach. Tragen Sie das Mittel in diesem Fall häufiger auf. Bei Kleinkindern sollten Sie chemische Repellents besser nicht großflächig anwenden, weil die kindliche Haut die Inhaltsstoffe stärker aufnimmt.
Beim Gebrauch von Insektenvertilgungsmitteln, Insektenstrips und Elektroverdampfern sollten Sie sich zurückhalten und immer genau die Gebrauchsanweisung beachten. In letzter Zeit gab es Diskussionen darüber, dass die Chemikalien, die sie enthalten, nicht unbedenklich sind.
Schlagen Sie nicht nach Insekten; das könnte sie erst recht reizen. Bei schwülwarmem Wetter sind Insekten besonders aggressiv.
Seien Sie vorsichtig, wenn Sie im Freien essen und trinken. Kuchen, Saft, Obst und andere, insbesondere süße Speisen locken Insekten, vor allem Wespen, an. Trinken Sie nicht aus Dosen oder Flaschen, weil sich darin verunglückte Wespen oder Bienen befinden können, die dann in der Mundhöhle zustechen. Auch bunte Kleidung, Parfum und duftende Cremes ziehen die Plagegeister magisch an. Insbesondere Insektenallergiker sollten sich entsprechend vorsehen und im Freien lieber lockere Oberbekleidung mit langen Ärmeln und lange Hosen tragen. Gehen Sie auch nicht barfuß.



 

 
 
 
 
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